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Content-Marketing und die Suche nach Vertrauen

Content-Marketing und die Suche nach Vertrauen
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Content-Marketing und die Suche nach Vertrauen

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Wer etwas zu sagen hat, braucht Content. Wer im Internet auf sich aufmerksam machen will, muss Content anbieten. Das nennt man Content-Marketing. Klingt einfach, oder? Ist es auch. Es gibt nur ein kleines, aber wichtiges Detail, das diese Marketingform zu etwas Besonderem macht: Empathie. Ja, genau. Keine Werbung, keine Anzeigen, kein Call-to-Action. Sondern das richtige Gefühl und Verständnis für seine Zielgruppe und ihre Wünsche, Sorgen, Fragen oder Ängste.

Empathie? Warum?

Im Jahr 2007 veröffentlichte die Nielsen Norman Group aktuelle Erkenntnisse zur „Banner Blindness“. Demnach sehen User Anzeigen im Internet nicht, weil sie zu viel davon sehen. Sie reagieren abwehrend, wenn sie ein Übermaß an Werbung, Belehrungen und Aufforderungen finden und wenden sich ab. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was sich dagegen stark geändert hat, ist das Rechercheverhalten der Konsumenten. Wer heute im Internet unterwegs ist, will in erster Linie nichts kaufen. Stattdessen will er beraten, begeistert, unterhalten und überrascht werden. Jeder Mensch sucht detaillierte Informationen und glaubwürdige Antworten auf Fragen und Probleme. Ehrlichkeit und Authentizität sind gefragte Werte. Werbeplattitüden will kaum jemand hören. Hier hat Empathie ihren Auftritt. Und damit verbunden Inhalte, die Sinn stiften und Bedürfnisse stillen.

Lust auf Kommunikation?

Wer diese Inhalte auf seriöse Weise anbietet, wer auf seine Zielgruppe eingeht und Probleme versteht, macht in der hohen Informationsdichte auf sich aufmerksam und bleibt im Gedächtnis. Wer außerdem seine Botschaft auf kreative, originelle Weise äußert, überzeugt mit Sympathie und Empathie. So gesehen ist Content-Marketing nichts anderes als reges Interesse am Kundendialog und Mut, seine Aussage zu vertreten und seine Erfahrungen zu teilen. Es bedeutet eine dialogorientierte und eine persönliche Beziehung zu seinen Kunden. Diese Methode erfordert Zeit, Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis. Und sie setzt voraus, dass man Lust auf Kommunikation mit seiner Zielgruppe hat. Sie ist aber langlebiger und macht beiden Seiten mehr Freude als das Aufdrängen des längst überholten Befehls „Kauf mich“. Oder würdest Du Dich jemandem anvertrauen, der Empathie gegen Bezahlung liefert?